Yogyakarta – Liebe auf den zweiten Blick

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Im Anschluss an unseren “Ausflug” in die Cameron Highlands sind wir über Kuala Lumpur nach Yogyakarta gereist. Ursprünglich lag die Stadt nicht auf unserer Reiseroute, nach den Berichten und Erzählungen von Frank, Dennis und anderen Freunden war die Entscheidung aber recht schnell da, sodass wir den Stopp hier einplanten. Die Stadt hat uns in jeder Hinsicht überrascht und wir haben unseren Aufenthalt schlussendlich sogar noch um einen Tag verlängert. Außerdem haben wir hier mit Jonas einen neuen Freund kennengelernt, der uns einige Tage begleitete.

Wie sind wir gereist?

Von den Cameron Highlands aus sind wir mit dem Reisebus nach Kuala Lumpur gefahren, nach einem kurzen Aufenthalt sind wir dann mit Air Asia weiter nach Yogyakarta. Wir haben uns trotz des etwas höheren Preises für Air Asia entschieden, da in der aktuellen Regenzeit wohl nicht so viel Verlass auf Lion Air sein soll …

In Yogyakarta angekommen, sind wir vom internationalen Terminal zum Terminal für Inlandsflüge gelaufen (ca. 5-8 Minuten). Hintergrund sind die Taxipreise: Am internationalen Terminal wird man von Taxifahrern geradezu überrannt, die einem “teure” Fahrten in die Innenstadt anbieten. Am Terminal für Inlandsflüge hingegen gibt es einen offiziellen Taxi-Counter, an dem man die Fahrt direkt bezahlt und ein Taxi zugewiesen bekommt.

Wo haben wir gewohnt?

Unser Hotel in Yogyakarta war das “Duta Garden“. Das Hotel war eine kleine Oase mitten in der wilden Stadt. Die Zimmer waren einzelne, kleine Bungalows rund um einen großen Pool angelegt sind. Neben den Pools wurde die Anlage mit kleinen Teichen und Wasserfällen liebevoll angelegt. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.

Das Hotel war für Ausflüge zu Fuß und in Restaurantnähe perfekt gelegen.

Was haben wir erlebt?

Innerhalb von Yogyakarta haben wir uns nahezu ausschließlich zu Fuß bewegt. Am ersten Tag schauten wir uns den Sultanspalast, das Wasserschloss und die unterirdische Moschee an. Alles liegt nahe beieinander innerhalb der alten Stadtmauern von Yogya. Wir hatten das Glück im Sultandpalast noch den sonntäglichen Tanz für den Sultan zu sehen – dieser findet immer um 11:00 Uhr statt.
Im Anschluss an unseren Sightseeing-Spaziergang durch die Stadt besuchten wir Dennis in seiner Wohnung nah der Stadtmauern. Vor 4 Jahren zog es ihn nach Indonesien um hier sein Möbelunternehmen “Santai Furniture” aufzubauen. Mit seinen Möbeln vereint er klassisches javanesisches mit aktuellem Design.

Für den zweiten Tag organisierten wir uns einen Fahrer, der uns zu den wenig touristischen Sultansgräbern, genannt Imogiri, brachte. Die Grabstätten sind ein absoluter Geheimtipp. Für jeden Sultan samt seiner Familie und Bediensteten gibt es eine riesige, wunderschöne Grabstätte. Die Grabstätten haben allerdings nur Montags (09:00-12:00 Uhr) und Freitags (13:00-16:00 Uhr) geöffnet. Zu unserer Freude durften wir dort dann auch, gekleidet in javanesischer Tracht, an einer Zeremonie teilnehmen.
Unser Fahrer Johann (Telefon: 087839772777) hat uns sicher nach Imogiri gebracht und ist absolut empfehlenswert!

Er hat uns auch zu den UNESCO Weltkulturerbe Tempeln Borobodur und Prambanan gefahren. Unseren Trip nach Borobodur begonnen wir bereits um 3:00 Uhr am Morgen, um zum Sonnenaufgang den Blick auf den Tempel genießen zu können. Kurz darauf fuhren wir zum Tempel, wo wir um 6:00 Uhr zum Einlass mit die ersten waren. Der buddhistische Tempel an sich ist unglaublich beeindruckend. Er wurde 1814 vollkommen bewachsen wiederentdeckt und bis 1984 restauriert. Prambanan hingegen fanden wir im Vergleich zu Borobodur deutlich weniger beeindruckend.

Ein absolutes weiteres Highlight für uns war Batik Winotosastro. In Yogyakarta hat Batik einen hohen Stellenwert. Im Gegensatz zu dem uns bekannten willkürlich bunt gefärbten Batik Mustern ist Batik in Indonesien eine sehr feine Handwerksarbeit. So werden in vielen einzelnen Schritten unglaubliche Muster auf die Stoffe aufgetragen und immer wieder gefärbt. Die Ergebnisse sind beeindruckend. Es gibt unzählige Geschäfte und Handwerksbetriebe in Yogya, die Batik herstellen und verkaufen. Batik Winotosastro ist das bekannteste und auch der Hoflieferant des Sultans. Das Personal ist nicht aufdringlich, die Führung durch die Produktion ist kostenlos. Ein insgesamt beeindruckendes Erlebnis und absolut empfehlenswert.

Unsere Restaurant-Highlights in Yogyakarta.

Das Essen in Indonesien hat uns allen sehr gut geschmeckt. Drei Restaurants können wir uneingeschränkt weiterempfehlen.

Via Via: Hier findet man etwas für jede Tageszeit. Ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen, die Karte ist durchweg empfehlenswert.

Bale Raos: Das Restaurant wird von der Frau des Sultans geführt und liegt entsprechend direkt neben dem Palast.

Kedai Kebun: Hier hatten wir ausgesprochen gutes, indonesisches Essen. Es gab kein Gericht, dass uns nicht geschmeckt hat. Wir waren hier mit Dennis und Jonas. Insgesamt haben wir zu sechst über zehn Gerichte bestellt, weil es uns so gut geschmeckt hat.

Aber auch mit Streetkitchen haben wir immer nur gute Erfahrungen gemacht: das Essen ist sehr günstig und bekömmlich und man erhält einen tollen Einblick in die lokalen Gerichte.

 

 

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